PRETTY PODCAST – 2020

Work in Progress


Eine Recherche zur Performativität von Podcasts von notsopretty und Jakob Lorenz.

Der Konsum von Audioinhalten ist heute überall möglich. Kopfhörer sind kein Luxus mehr, sondern ein normaler Teil unseres Lebens. Fast jeder hat schon einmal einen Podcast gehört und für uns als Kollektiv ist es interessant, die Strategien dieses Mediums zu analysieren, sowie die Möglichkeiten zu entdecken, die sich aus dieser Analyse - dieser Forschung - ergeben.

Pretty Podcast war eine Recherche von notsopretty, bei der wir die Performativität von Podcasts analysiert haben. Podcasts gehören zum Universum des Zuhörens, sind aber nicht nur das sondern auch als Netzmedium, als Organismus. In der Recherche sind wir den folgenden Fragen nachgegangen: Was sind die Mechanismen dieses Formates und was passiert, wenn man sie in eine performative Auseinandersetzung übersetzen will? Was macht es mit unseren Körpern, mit unseren Bewegungen? Welche Bilder entstehen in unseren Köpfen und wie können wir diese wieder versprachlichen oder mit unseren Körpern und Material umsetzen? In welchem Zustand versetzt uns welcher Podcast? Welche Gefühle werden erzeugt?

Wir haben gehört, uns bewegt oder sind nur liegen geblieben. Wir spielten mit Sprache und Sprechweisen, probierten aus wie sich Nähe und Distanz über das Reden herstellen ließen, aber auch was sich veränderte, wenn wir uns sahen bzw. wenn wir getrennt voneinander waren. Was uns als Künstler*innen interessiert, ist die Medialität und die Suche nach der Performativität des Formats sowie welche Möglichkeiten es gibt, dieses in einen künstlerischen Kontext einzubringen, zum Beispiel bei einem Festival.



Pretty Podcast beim Fünfminutenfestival der studiobühneköln

Team

Von und mit
notsopretty (Anna Júlia Amaral, Nina Weber & Marcel Nascimento) und Jakob Lorenz

Die Recherche wurde gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.